Faszientherapie
(Quelle: freepik)Was sind Faszien?
Faszien sind feine, aber sehr belastbare Bindegewebsstrukturen, die unseren gesamten Körper durchziehen. Sie umhüllen Muskeln, Organe und Gelenke und sorgen für Stabilität, Elastizität und eine gute Beweglichkeit. Man kann sie sich wie ein spannungsvolles Netz vorstellen, das alles miteinander verbindet.
Warum können Faszien Probleme bereiten?
Durch Bewegungsmangel, Fehlhaltungen, Überlastung, Operationen oder Stress kann es zu Verklebungen oder Verhärtungen der Faszien kommen. Diese führen oft zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Spannungsgefühlen – selbst in Körperregionen, die scheinbar nicht direkt betroffen sind.
Ziel der Faszientherapie
Die Faszientherapie hat das Ziel, die natürliche Gleitfähigkeit und Elastizität der Faszien wiederherzustellen. Durch gezielte manuelle Techniken werden Verklebungen gelöst, die Durchblutung verbessert und die Körperwahrnehmung geschult. Das Ergebnis: mehr Bewegungsfreiheit, weniger Schmerzen und ein harmonischeres Körpergefühl.
Ablauf der Behandlung
Je nach Beschwerdebild werden:
- sanfte bis tiefgreifende manuelle Techniken angewendet,
- fasziale Spannungen ertastet und gelöst,
- funktionelle Bewegungsübungen integriert, um das Ergebnis zu stabilisieren.
Oft spüren Patient:innen bereits nach wenigen Sitzungen eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit und eine Reduktion von Schmerzen.
Einsatzbereiche der Faszientherapie
- chronische Muskelverspannungen
- Rückenschmerzen und Nackenbeschwerden
- Bewegungseinschränkungen nach Verletzungen oder Operationen
- Sportverletzungen und Überlastungssyndrome
- Kopfschmerzen
- myofasziale Schmerzen
- Haltungsschwächen
Fazit
Die Faszientherapie ist eine effektive Methode, um den Körper ganzheitlich zu behandeln, Spannungen zu lösen und langfristig Beweglichkeit und Wohlbefinden zu fördern. Sie eignet sich sowohl zur Behandlung bestehender Beschwerden als auch zur Prävention.
